SG M. Cunewalde 26:25 SC Riesa
Spiel
04. Spieltag
Sporthalle "W.-v.-Polenz"-Schule Cunewalde
SG M. Cunewalde 26 : 25
SC Riesa
06-10-2012 17:30
    4  Eric Neumann
    2  Frank Sarnizei
    5  Marcel Kühnel
    2  Jens Schulz
    2  Stephan Winkler
    1  Robert Werner
    7  Florian Gaida
    1  André Kühnel
    1  Christoph Straube
    1  Eric Neumann
    3  Florian Gaida

Riesaer lassen Punkte im Cunewalder Tal liegen

Von Ihrem Ausflug in die schöne Oberlausitz brachten die Riesaer leider keine Punkte mit an die Elbe. Fast 56 Minuten den Gegner im Griff gehabt und das ganze Spiel in den letzten 4 Minuten verschenkt. Doch zum dramatischen Ende gleich mehr. Dank unseres Keglers erfolgte die Anreise frühzeitig, was sich als richtig erwies, da man so genug Zeit hatte, den Umleitungsdschungel in Cunewalde ausgiebig zu testen. Sollte hier eine Sabotage der Anreise herbeigeführt werden? Jedenfalls ging es in jeder Sackgasse weiter und schlussendlich war auch noch genug Zeit für einen Kaffee vorm Spiel. Die Dresdner Abteilung der Mannschaft hatte weniger Glück und trudelte zur Freude der Mannschaftskasse mit etwas Verspätung und einer Tasche zu wenig ein.

Die kleine und enge Halle bot alles, was man für ein Spiel zweier Mannschaften benötigt, die vermeintlich gegen den Abstieg spielen. Der Start verlief sehr gut und nach knapp 10 Minuten führten die Gäste 6:3. Die Abwehr stand sehr gut und wenn ein Ball durchkam stand an diesem Tag ein super aufgelegter René Stefanowski zwischen den Pfosten. Doch schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich die größte Schwäche des Tages. Die vielen heraus gespielten Torchancen konnten nicht in Zählbares umgemünzt werden, was zum Teil an schlechten Würfen und zum anderen am tschechischen Torhüter der Heimmannschaft lag. Daraus resultierend stellten die Gastgeber den Anschluss her und gingen kurz vor der Halbzeit mit 11:10 in Führung. In der Kabinenansprache wurden die Mängel angesprochen und jeder merkte, dass hier was zu holen war. Die vergebenen Chancen sollten sich am Ende rächen.

Bis zum 18:18 Mitte der zweiten Halbzeit konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. In den folgenden 10 Minuten gelang es den Riesaern mehrere Angriffe des Gegners abzuwehren und die sich bietenden Chancen rigoros zu nutzen. Bis zum 21:24 konnte immer ein drei Tore Abstand gehalten werden und das Pendel neigte in Richtung der Stahlstädter. Doch die letzten 6 Minuten wendeten das Blatt. Bei eigenem Angriff hätte man auf 25:21 vorentscheidend davon ziehen können, doch der Ball ging über das Tor. Die nächsten drei Angriffe wurden zweimal verworfen und einmal ein Fußfehler begangen. Dies machte den Gegner wieder stark und jeder Ballverlust mit einem einfachen Tor über die Mittelposition bestraft. Dadurch gelang den Gastgebern die vielumjubelte 25:24 Führung. Die Halle glich einem Tollhaus, denn ein paar Minuten zuvor hätte wohl niemand mehr einen Cent auf den Aufsteiger gesetzt. 10 Sekunden vor Schluss konnten die Gäste per 7m ausgleichen und die Uhr zeigte noch 7 Sekunden. In der Auszeit wurde sich eingeschworen und der Punkt sollte unbedingt gehalten werden. Doch jetzt rächte sich endgültig die schwache Chancenverwertung und die unclevere Spielweise der letzten Minuten, denn Marek Velich konnte den letzten Wurf platziert versenken und die Unordnung in der Defensive der Riesaer nutzen.
 
Was blieb war grenzenloser Jubel auf Seiten der Heimmannschaft und totale Niedergeschlagenheit auf Gästeseite, die hier ganz wichtige Punkte liegen ließen. Wie es zu einem kollektiven Blackout in den letzten Minuten kommen konnte, war nicht festzustellen. Einerseits wurde der eingewechselte Torhüter auf Seiten von Cunewalde berühmt geworfen und die Abwehr war wahrscheinlich in Gedanken schon auf der Heimfahrt und dachte eher an den Ausweg aus dem schon erwähnten Umleitungsdschungel als an Handball.

Nichtsdestotrotz wurde über fast die gesamte Spielzeit gezeigt, dass mit Einsatzwillen und Bereitschaft für seinen Nebenmann einzustehen, Spiele in der Defensive gewonnen werden können. Die fehlende Cleverness kann als Lerneffekt für die jungen Spieler herhalten und am nächsten Sonntag gegen die zweite Mannschaft von LVB Leipzig muss wieder gepunktet werden. Ein großer Dank gilt unserem Mannschaftsleiter Andreas Rost, der auf den Geburtstag seines Sohnes verzichtete und darüber hinaus zwei private Fahrzeuge für die Anreise zur Verfügung stellte.

Den Heimweg fanden:
Cardaun (57.-60.min), Stefanowski (1.-56. min)
Neumann (4), Sarnizei (2), M. Kühnel (5), Kayser, Schulz (2), Winkler (2), Straube (1), Werner(1), Rolga (7/3), Rädler, A. Kühnel (1), Shaksalykov

7m: Riesa 3/3 (3x Rolga sicher verwandelt); Cunewalde 1/1
Zeitstrafen: Riesa 1x2 (Neumann); Cunewalde 3x2
Zuschauer: schwer zu schätzen, ca. 180
Schiedsrichter: Olbrich/Schmidt (Schleife/Chemnitz) – solide und unauffällig

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