Jung, Dynamisch, Erfolgreich oder die ersten 2 Punkte der Saison

SLM 2. Spieltag: HVH Kamenz – SC Riesa 29:33 (15:15)

Woran wird es wohl gelegen haben, dass die Riesaer die ersten zwei Punkte der Saison einfahren konnten? Und das auch noch in fremden Gefilden. Lag es an der frühzeitigen Erwärmung einiger Spieler in Meissen, als bei kurzen Sprints Bestzeiten erzielt werden konnten? Oder lag es am leckeren sächsischen Wein am Vortag? Vielleicht war auch das kurze Nickerchen im Bus der Grund. Es wird von alledem etwas gewesen sein.

 

Die Riesaer starteten jedenfalls bestens aufgelegt in die Partie. Schnell konnte eine 3:1 Führung erzielt werden. Dafür verantwortlich zeichneten die beiden besten Riesaer Feldspieler an diesem Tag. Der 19-jährige Florian Gaida zeigte sein
wahrscheinlich bestes Spiel im Riesaer Trikot und erzielte 10 Treffer, davon 4 sichere Siebenmeter. Auf der anderen Halbposition konnte Eric Neumann, seines Zeichens 17 Jahre alt, gute Akzente setzen. Beide Spieler rechtfertigten das Vertrauen in ihre Aufstellung von Beginn an. Ebenso fruchteten die taktischen Vorgaben von Trainer
Peter Helbig im Angriff und der Wechsel in der Abwehr. Diese stand im Verhältnis zum Plauen-Spiel wesentlich sicherer. Bis zum 10:7 aus Riesaer Sicht konnte der Vorsprung durch kluge Spielzüge und eine schnelle zweite Welle gehalten werden.

Dann ein kleiner Bruch im Spiel der Gäste, als die Kamenzer vier Tore hintereinander erzielen konnten und ihrerseits erstmals in Führung gingen. Bis zur Pause konnte sich kein Team mehr absetzen, so dass es mit einem 15:15 Unentschieden in die Kabinen ging. Schon hier war allen bewusst, dass heute etwas zu holen war und
man gut und gerne mit 5-Toren Führung in die Pause hätte gehen können, da die Chancenauswertung gerade von den Außenpositionen mangelhaft war und die Heimmannschaft durch eine etwas nachlassende Deckung zu leichten Toren
eingeladen wurde. Der Coach appellierte in der Pause an die Mannschaft konzentriert und vor allem
diszipliniert die taktische Marschroute umzusetzen und die Punkte mit nach Riesa zu nehmen.

So kam das Team auch aus der Kabine. In den ersten Minuten wurde hinten um jeden Ball gekämpft und vorne die Bälle sicher verwandelt. Die übliche Schwächephase nach der Pause fand in diesem Spiel nicht statt. So konnten unsere
Männer eine Führung zum 17:20 erzielen und gaben diese nicht mehr her. Der Vorsprung schwankte jetzt immer zwischen 2 und 5 Toren. Auch eine 4 gegen 6 Unterzahl konnte mit 3:1 gewonnen werden. Torhüter Alexander Cardaun sicherte mit seinen zahlreichen Paraden ebenso den Vorsprung. Dem Kamenzer Angriff um ihre beiden litauischen Gastspieler fiel wenig ein gegen eine gut aufgestellte Deckung. Die letzten Minuten konnten mit einer 4-Tore-Führung im Rücken ruhig heruntergespielt werden, da die taktische Maßnahme von Ex-Elbehexen-Trainer Wohlrab zwei Spieler in Manndeckung zu nehmen, vollkommen in die Hose ging. Die vorhandenen Räume konnten vom Riesaer Angriff hervorragend genutzt werden.

Die Punkte wurden in der Kabine mit Schampus in Bierflaschen ordentlich begossen und für den Schreiber des Berichts war es der erste Auswärtssieg mit den Riesaern in der Oberliga. Alles in allem ein verdienter Sieg unserer Mannschaft, der Auftrieb für die nächsten schweren Spiele geben sollte. Die jungen Spieler rechtfertigten Ihre Aufstellung mit
vielen wichtigen Toren. Die Deckung hatte die litauischen Toptorschützen der Heimmannschaft weitestgehend zur Harmlosigkeit gezwungen und der verletzte Rechtsaußen Schäfer fehlte den Kamenzern an allen Ecken und Enden.

Darauf muss zwingend aufgebaut werden und alle Spieler sollten aus solchen Spielen neues Selbstvertrauen gewinnen. Es zeigt, dass mit Disziplin und Einsatzwillen viel möglich ist.

Die Belohnung für eine couragierte Leistung fuhren ein:

Cardaun (10.-60. min), Stefanowsky (1.-10. min)
Neumann (6), Sarnizei, M. Kühnel (2), Schulz (4), Winkler (2), Straube (4), Steinert (2), Werner (1), A. Kühnel (1), Gaida (10/4), Rädler (1), Schaksalikov


7m: Kamenz 1/2; Riesa 4/6 (1x Steinert – gehalten, 6x Gaida – 1x gehalten)

Schiedsrichter: Fischer/Schüller (SG Nickelhütte Aue) – sehr unauffällige, tadellose Leistung auf beiden Seiten

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