SC Riesa 21:31 ZHC Grubenlampe
Spiel
03. Spieltag
WM-Sporthalle Riesa
SC Riesa 21 : 31
ZHC Grubenlampe
30-09-2012 17:00
 Eric Neumann 3     
 Frank Sarnizei 1     
 Marcel Kühnel 3     
 Jens Schulz 5     
 Stephan Winkler 2     
 Christoph Straube 3     
 Florian Gaida 2     
 Tom Rädler 1     
 André Kühnel 1     
 René Stefanowski 1     
 Marcel Kühnel 2     
 Stephan Winkler 1     
 Christoph Straube 1     
 Robert Werner 1     
 André Kühnel 1     
 Florian Gaida 1     
 Jens Schulz 4     
 Paul Steinert 1     
 Florian Gaida 1     

Sächsisches Duell unter preußischer Führung

So oder so ähnlich könnte es gegen Ende des 18. Jahrhunderts auch geheißen haben. Doch jeder der geschichtlich nicht so bewandert ist, hat sicherlich wenigstens schon etwas davon gehört, dass sich Sachsen und Preußen häufig eher weniger sympathisch gewesen sind. So erging es auch den beiden Mannschaften am Sonntag in der Riesaer WM-Halle, denn die Herren in blau waren aus eben jenem ehemaligen Königreich angereist und zelebrierten von der ersten bis zur letzten Minute den so genannten brandenburgisch-portugiesischen Stil. Der Zwickauer Trainer leuchte 10mal heller als jede Grubenlampe mit seinem orangenen Leibchen und die Riesaer Wechselspieler froren auf der Auswechselbank nicht nur wegen des schlechten Spiels Ihrer Mannschaft.

Auf beiden Seiten wurden reichlich Zeitstrafen verteilt, allerdings seltener in den Fällen in denen Sie berechtigt gewesen wären. Somit wurde allerdings etwas Würze in die Abwehraktionen gebracht und Emotionen kochten hier und da etwas hoch. Da es beiden Teams schwer fiel, sich auf die Entscheidungen einzustellen, sind diese als nicht spielentscheidend einzustufen und dürfen nicht als Ausrede verwendet werden. Das Spiel zeigte die Zwickauer von Anbeginn hellwach und der im letzten Spiel gegen Kamenz überzeugende Riesaer Rückraum fand nicht statt. Ein Fehlwurf reihte sich an den nächsten oder blieb gleich im Abwehrblock hängen. Die Gäste nutzten dies ihrerseits für schnelle Tempogegenstöße, bei denen sie auch eher wenig bis gar nicht behindert wurden. Die Quittung war ein 2:7 Rückstand nach knapp 10 Minuten. Durch die eine oder andere Entscheidung der Blaumänner erwachte jetzt der Kampfgeist unserer Männer und die Abwehr schaffte es, die Zwickauer zu Fehlern zu zwingen oder den Ball abzublocken. Auch Torhüter Alexander Cardaun wusste mit mehreren Paraden zu gefallen. Man hatte sich auf 8:11 herangekämpft und ein besseres Ergebnis wäre im Bereich des Möglichen gewesen, doch die Angriffsleistung der ersten Halbzeit kann man nur mit dem Wort katastrophal umschreiben. Reihenweise wurde freie Wurfpositionen nicht genutzt oder Konter und auch zwei Siebenmeter vergeben.

Der an diesem Tag überzeugende Torhüter Enrico Olzmann hatte bei den meisten Wurfversuchen im halbhohen Bereich leichtes Spiel. Ab der 20. Minute hatten die Riesaer das Torewerfen komplett eingestellt und die Gäste erhöhten mit einem 5:0-Lauf auf den Halbzeitstand von 8:16.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste aufgehört hatte. Mit Zwickauer Toren, wodurch sich der Abstand schnell auf 10 Tore erhöhte. Allerdings wusste der Angriff der Heimsieben jetzt auch mit mehreren schönen Spielzügen zu gefallen, so dass sich der Abstand einpendelte. Vor allem die Hereinnahme von Jens Schulz machte sich bemerkbar, welcher Bewegung in die Aktionen brachte. Die Deckung agierte nun allerdings wieder zu zaghaft. Der Rückraum der Autostädter konnte schalten und walten wie er wollte und die Tore ohne Berührung aus 8m erzielen. So plätscherte die Begegnung dem Ende entgegen, doch auch hier mussten unsere beiden Hauptdarsteller noch mal eingreifen und auf beiden Seiten sinnlose Zeitstrafen verteilen.

Wenigstens verhinderte diese Einlage ein ruhiges Ende der Partie und die Gemüter erhitzten sich noch ein wenig.
Schlußendlich ein verdienter Sieg der Gäste, die sich als kompakte, eingespielte Truppe vorstellten und ihren Anspruch auf eine Spitzenplatzierung sehr deutlich unter Beweis stellten. Die Riesaer hatten im ganzen Spiel Probleme gegen die herzhaft zugreifende aber mit allen erlaubten Mitteln agierende Abwehr der Gäste.

Nun heißt es Wunden lecken und frohen Mutes die Fahrt in die Oberlausitz am nächsten Wochenende angehen. Dann geht es gegen den Aufsteiger aus Cunewalde. Dieser ist mit 6:0 Punkten und +31 Toren hervorragend und für die
meisten Fachleute überraschend gut gestartet. Erwarten wird uns eine enge und volle Halle mit einer euphorisierten Mannschaft, welche nach dem bisherigen Saisonverlauf sicherlich favorisiert ist. Uns muss es gelingen, so kompakt wie in Kamenz zu stehen und der Angriff sollte die heraus gespielten Chancen zu nutzen wissen. Dann kann es uns gelingen, auf die Euphoriebremse der Hausherren zu treten und vor vielleicht größere Probleme zu stellen, als die drei bisherigen Gegner.

Riesa spielte mit:
Cardaun (1.-43.; 46.-60.min), Stefanowski (44.-45. min)
Neumann (3), Sarnizei (1), M. Kühnel (3), Schulz (5/4), Winkler (2), Straube (3), Steinert, Werner, Gaida (2/1), Rädler (1), A. Kühnel (1)

7m: Riesa 7/5 (2x Gaida, davon 1x verworfen, 1x Steinert verworfen, 4x Schulz); Zwickau 5/5 sicher verwandelt
Zeitstrafen: Riesa 7x2 (Stefanowsky, M. Kühnel (2), Winkler, Straube, Werner, A. Kühnel); Zwickau 7x2
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Prokof/Pöhle (HV Brandenburg)

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